22. Mai 2008

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

Indiana Jones und das Königreich der KristallschädelDas erste was mir nach dem Film in den Kopf kam war: “Hm… ok”.
Von Begeisterung war absolut nichts zu spühren, was wahrscheinlich daran lag, das ich ein Indy Fan der ersten Stunde bin und doch mit ziemlich hohen Erwartungen in Kino gegangen bin.
Aber wenn man ehrlich sein soll, wie kann man in einen Steven Spielberg / George Lucas Film ohne hohe Erwartungen gehen?

Wie auch immer…
Für mich hat sich nach wenigen Minuten schon rausgestellt, das die “Feindwahl” mit den kommunistischen Russen, einfach nicht das richtige war, aber gut, man läßt sich ja gerne eines Besseren belehren.
Aber als Indiana Jones plötzlich eine Geheimdienstkarriere angedichtet wurde, hab ich mich doch ersteinmal nach links und rechts im Kino umschauen müssen, ob die Leute auch alle so ein doofes Gesicht machen wie ich.

Ohne Zweifel sind die Effekte (Industrial Light & Magic läßt grüßen) wieder in der oberen Liga und den gewohnten Wortwitz musste man auch nicht missen, aber Alles in Allem war die ganze Geschichte nicht Rund.
Der Film machte an vielen Stellen den Eindruck als wäre er Lieblos zusammen geschustert worden. Viele Schnitte und Kameraeinstellungen waren nicht stimmig, Belichtungen waren unlogisch, etc.
Wie Oli von geeknation.de zu mir nach dem Film sagte:

Zwischen den Ideen, war der Film auf Autopilot

Und das ist es, was es ziemlich genau trifft.
Ein paar schöne Ideen, dazwischen plätschert der Film vor sich hin, teilweise mit Ideen, die von den 3 vorherigen Teilen “gestohlen” wurden.

Sehr schade ist, das man auf etwas zurückgegriffen hat, was normalerweise nur in Filmen gemacht wird die ein Nachfolger mit B-Movie Charakter sind: Man nimmt die Filmtypischen Charaktere (Henry Jones Sr. und Marcus Brody) raus und gibt an das sie gestorben sind.
An dieser Stelle möchte ich sagen, das dies wirklich sehr billig wirkte und auch nicht ganz Stimmig mit Teil 3 ist, denn da wurde ja suggeriert das beide Jones’ ja nun unsterblich sind.
Eine Geschichte in der Henry Jones Sr. irgendwo in der Welt rumreist wäre bei weitem passender und glaubwürdiger gewesen und hätte dem Zuschauer sicher weniger Sauer aufgestossen.

Ich habe nach dem Film eine Kritik von HR3 gehört, in der der Plot ganz kurz angerissen wird und ich muss ehrlich sagen, hätte ich vorher gewusst, das es sich um Außerirdische handelt um die es geht und das das Ende sehr stark an Akte X erinnert, wäre ich wahrscheinlich mit einer anderen Erwartungshaltung ins Kino gegangen.

Fazit:
Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels ist Alles in Allem ein netter Abenteuerfilm, der bei weitem nicht an die liebevoll gemachten Vorgänger anschließen kann. Für Zuschauer die sich ohne große Erwartungshaltung diesen Film anschauen ist es sicher tolles “Popcornkino”, für die Fans der Indiana Jones Reihe ist der Film trotz der Spitzenbesetzung eher eine Enttäuschung.

PS: Wenn man den Trailer glauben schenken darf, könnte “Die Mumie 3″ der bessere Film in diesem Genre sein.

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